Der Mensa-Standort ist die einzige, vernünftige Lösung

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Neuenkirchen. - Der Bau der Mensa an der Friedrich-Bülten-Straße ist der richtige Weg. Und auch die Möglichkeit zur Nutzung als Veranstaltungshalle muss sein. Wer sich gründlich mit den Voraussetzungen und Planungen beschäftigt, kann nur zu diesem Ergebnis kommen, meint die CDU nach ihrer jüngsten Fraktionssitzung. Deshalb können die Kritiker auch eine taugliche, konkrete Alternative bis heute nicht vorlegen, sondern nur Stimmung gegen die einzig vernünftige Lösung machen. Ihnen gehe es daher erkennbar nicht um die Sache selbst, so die CDU weiter.

Am geplanten Standort kreuzen sich die Wege der jüngeren Schüler der Emmy-Noether-Schule und der Grundschüler aus der Ludgerischule, die dort ebenfalls beköstigt werden sollen. Nach derzeitigem Stand sind es rund 500 Kinder, die aus beiden Schulen dort künftig mittags verpflegt werden. Neben dem üblichen „cook-and-chill-Verfahren“ sollen wie bisher zusätzlich frisch zubereitete Produkte angeboten werden, so der Wunsch der Eltern. „Dies war immer die Basis für die Größe und Ausstattung der neuen Mensa und ihrer Küche. Wir planen also bei weitem keinen Luxus“, erklärte CDU-Ratsherr Norbert Konert. Die sich daraus ergebenden Kosten für die Planung, den Baukörper, die notwendige  Ausstattung, die erforderliche Gebäudetechnik und die Außenanlagen scheinen mit rund 6,6 Mio. Euro erheblich zu sein, sind aber solide gerechnet und eine Folge aus den erforderlichen und funktionalen Merkmalen.

Schulen profitieren vom Veranstaltungs-Upgrade

„Und für nicht einmal fünf Prozent der Gesamtkosten lässt sich die Mensa zusätzlich für schulische und außerschulische Veranstaltungen nutzen. Nach aktuellen Berechnungen erhält die Mensa für rund 350.000 Euro eine integrierte Bühne, ein vergrößertes Foyer mit Garderobe sowie eine erweiterte Toilettenanlage und Veranstaltungstechnik“, rechnete Bauausschussvorsitzender Herbert Reinke vor und unterstrich damit, dass ein Verzicht auf die zusätzlichen Merkmale schlicht nicht nachvollziehbar wäre.

Denn dann müssten auch künftig Veranstaltungen in der nach heutigen Maßstäben nicht mehr geeigneten Aula der Emmy-Noether-Schule stattfinden. „z.B. Schulentlassungen haben aber einen Rahmen verdient, der dann künftig in der Mensa geboten werden kann, wenn wir die zusätzlichen,  überschaubaren Mittel in die Hand nehmen, damit die Mensa sowohl für schulische als auch außerschulische Veranstaltungen ausgestattet wird“, so die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta ten Winkel. Am meisten von der Aufwertung profitiere also die Schule selbst. Wer sich ernsthaft mit den Planungen befasse, könne zu einem anderen Ergebnis nicht kommen.

Folgekosten gering halten

„Neben den Kosten für die Erstellung der Mensa müssen wir auch immer die Folgekosten im Blick haben“, erklärte CDU-Ratsfrau Marietta Scheipermeier. „Abschreibungen, Unterhaltungskosten, Betriebskosten: Diese fallen für die Mensa so oder so an. Die jährlichen Mehrkosten durch die Aufwertung zur Veranstaltungshalle sind mit rund 10.000 Euro jährlich gering“. Eine eigenständige Bürgerhalle an einem anderen Standort würde sich - neben den zusätzlichen Baukosten in Millionenhöhe - auch im Gemeindehaushalt schnell mit dem Zehnfachen an Betriebs- und Unterhaltungskosten, nämlich rund 100.000 Euro jährlich niederschlagen. „Und das für derzeit von den Vereinen angemeldete 10 Veranstaltungen im Jahr? Da werden sich die nächste Generationen bedanken, wenn wir ihnen diese Kosten aufbürden“, mahnte Christian Rohling, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Soziales und Generationen.

Parkplatzfrage wird weiter verfolgt

Die oft angesprochene Parkplatzfrage werde auch nach der Fertigstellung der Mensa weiter verfolgt. Mit den aktuellen Planungen können 113 Stellplätze auf dem Schulgelände und im fußläufigen Umfeld nachgewiesen werden. „Weitere 60 Parkplätze durch Vereinbarungen mit Eigentümern geeigneter benachbarter Flächen zu erschließen, haben wir als Hausaufgabe notiert“, so Ratsherr Mark Dieckmann. Eine weitere Möglichkeit, Parkraum zu gewinnen, könnte beispielsweise auch die Abbindung der Friedrich-Bülten-Straße sein. Und die Schaffung eines Parkleitsystems sei ohnehin selbstverständlich.

„Die einzig richtige und vernünftige Lösung kann nur sein, dass wir die Mensa an der Friedrich-Bülten-Straße schnell bauen und mit einem geringen Mehraufwand den Schulen selbst sowie Vereinen für eine sehr begrenzte Anzahl von Veranstaltungen zur Verfügung stellen“, brachte es CDU-Fraktionsvorsitzender Nico von Royen auf den Punkt. „Veranstaltungen sollen möglichst weiter in Gaststätten stattfinden, die eigens dafür Säle unterhalten. Großveranstaltungen haben sich in der Reithalle Ulmker und in der Dreifachsporthalle bewährt. Für mittelgroßen Veranstaltungen schließen wir nun die Lücke mit der außerschulischen Nutzung der Mensa“, hob Ratsherr Wolfgang Bursch abschließend hervor.

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